Capitalism does not stop for national foreclosure policy

Capitalism does not stop for national foreclosure policy

Regarding the outcome of the Parliamentary Election in Hungary, Gregor Gysi, President of the European Left, declares:

With the re-election of Viktor Orbán and his right-wing national Fidesz party with 48.5% of the vote and according to a rather strange suffrage, the party reached 134 seats in a 199-seat parliament and thus a constitutional two-thirds majority. The confrontational course of his current eight-year term will continue, consisting of foreclosure policy, the restriction of media freedom and civil rights, as well as the alleged misuse of EU funds and the erosion of the rule of law.
By staging as an EU-critical populist and focusing on immigration, he has won the majority of the Hungarian population. We stand by the side of those who in turn propose to the people concrete steps to make the world a fairer and juster place by uniting people. The left has a special role in Europe: it has to be the political opposite of the right-wing shift development. For this, we need the courage to really engage. Especially in the post-Soviet countries, the feeling of being the losers of history and of being second-class people is particularly pronounced. As a result, some are looking for third-class people. It's understandable that you do not want to be at the bottom, but being against the poorest people in society is still wrong.

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Kapitalismus macht vor nationaler Abschottung keinen Halt.

Zum Ausgang der Parlamentswahlen in Ungarn erklärt der Präsident der Europäischen Linken, Gregor Gysi:

Mit der erneuten Wahl von Viktor Orbán und seiner rechtsnationalen Fidesz-Partei mit 48,5% der Stimmen und entsprechend einem eher merkwürdigen Wahlrecht erreichte die Partei 134 Mandate in einem 199-sitzigen Parlament und damit eine verfassungsändernden Zweidrittelmehrheit. Der Konfrontationskurs seiner bisherigen achtjährigen Amtszeit wird bestehend aus Abschottungspolitik, der Einschränkung von Medienfreiheit und Bürgerrechten sowie des mutmaßliche n Missbrauchs von EU-Fördergeldern und der Aushöhlung des Rechtsstaats fortgeführt.
Durch die Inszenierung als EU-kritischer Populist und der Fokussierung auf das Thema Einwanderung hat er die Mehrheit der ungarischen Bevölkerung gewonnen. Wir stehen an der Seite derjenigen, die der Bevölkerung im Gegenzug konkrete Schritte vorschlagen, wie man die Welt wirklich gerechter gestalten kann. Die Linke hat eine besondere Aufgabe in Europa: Sie muss das Gegenüber zur Rechtsentwicklung werden. Dazu brauchen wir den Mut zur wirklichen Auseinandersetzung. Gerade im postsowjetischen Raum ist das Gefühl als Verlierer der Geschichte und als Menschen zweiter Klasse dazustehen besonders ausgeprägt. Das hat zur Folge, dass ein Teil sich Menschen dritter Klasse sucht. Es ist verständlich, dass man nicht ganz unten stehen will, aber gegen noch Ärmere zu sein, ist und bleibt falsch.